Biologische Entwicklungsgeschichte
Entwicklung der Landschaft im Ries


Kalkbuchenwald auf dem Jura

Buchenwälder auf den Hochflächen des Jura

 

Am Ende der letzten Eiszeit war das Ries eine waldfreie Tundra. Danach folgte langsam ein niedriger Birkenwald und ging nach Jahrtausenden in einen Eichen-Hainbuchenwald über. Unser heutiger Jurawald hat hier seinen Ursprung. Die Laubwälder sind dort besonders artenreich und vielfältig. Wärme und Licht beeinflussen vor allem im Frühjahr wegen des fehlenden Laubes die Flora des Buchenwaldes.

Die Stadien der Entwicklungsgeschichte vom Einschlagsereignis über Sedimentationen im Ries-See, Erosionen oder das Einwehen von Löss und Sand bilden die Grundlage für das heutige Erscheinungsbild unserer Rieslandschaft. Im nahezu waldfreien Rieskessel wechseln sich Flüsse und Bäche mit begleitenden Feuchtgebieten, weite fruchtbare landwirtschaftlich genutzte Bereiche sowie magere Trockenrasenbereiche am West-, Süd- und Ostrand ab. Die Vegetation ist ein Spiegelbild des Bodens und seiner Eigenschaften.



Küchenschellen auf Kalkmagerrasen am Riesrand



Großer Brachvogel in den Feuchtgebieten des Rieses



Traditionelle Schafbeweidung der Heideflächen mit Riesblick



Trockenrasenflora mit Felsköpfen



Weißstorchfamilie auf Kirchdach in Rudelstetten



Wörnitzschleifen zwischen Fürfäll- und Ziegelmühle

Von Trockenrasen und Feuchtgebieten

 

Das Ries – eine abwechslungsreiche Landschaft. Die Trockenrasen- und Wacholderheideflächen werden traditionell von Schafen im Rahmen der Wanderschäferei beweidet. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tier und Pflanzenarten sind hier beheimatet. Weitläufige Auen und Feuchtgebiete bieten Nahrungsgrundlage für Kiebitz, Großen Brachvogel, Bekassine und den Weißstorch.

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