
Der Mensch erkannte sehr früh die naturräumliche Gunst des heutigen Geoparks Ries. Seinen Streifzügen folgte die Sesshaftwerdung, mächtige Siedlungen entwickelten sich und bescherten dieser markanten Region ein reiches kulturelles Erbe.
Dem Einschlag eines Asteroiden ist es letztlich zu verdanken, dass sich die Rieslandschaft bestens zur Besiedlung eignete. Dies lag an den fruchtbaren Böden der Kraterebene und dem Klima, aber auch an den Höhenlagen des inneren und äußeren Kraterrings. Sie boten sowohl den Menschen der Stein- und Metallzeit, als auch den Kelten, Römern und Alamannen Schutz und Überblick. Auch die geographische Lage des Rieses, am Schnittpunkt von Handelswegen und Kräftefeldern, begünstigte die Besiedlung dieses Raumes. Bereits in der Altsteinzeit fanden Jäger, Sammler und Fischer in den Tälern von Donau, Lech, Wörnitz oder Eger üppige Jagdgründe vor, der Fund eines Faustkeils belegt: Vor mehr als 100.000 Jahren erkannten Neandertaler die natürliche Gunst des heutigen Geoparks Ries. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Ries eine beeindruckende Siedlungskontinuität aufweist und so als eine Schatzkammer der Vor- und Frühgeschichte, aber auch des Mittelalters und der Frühen Neuzeit gilt. Ortsnamen mit den Endungen -ingen und -heim verweisen beispielsweise auf die alamannische und fränkische Besiedlung des Rieses, die Besiedlung der in das Ries reichenden Teile des Ostalbkreises ist zudem durch die Errichtung eines frühkeltischen Fürstensitz auf dem Ipf geprägt. Die Siedlungslandschaft des Geoparks Ries verdeutlicht vor allem eines: Sie ist eng mit der Entstehung des Nördlinger Rieses verbunden.
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