Geopark Ries stellt ausgetüftelte Website fertig
30.03.2010
Den Landkreis Donau-Ries wettbewerbs- und zukunftsfähig machen ist eines der ersten und steten Ziele von Landrat Stefan Rößle. Mit dem 2006 als Nationalen Geopark zertifizierten Geopark Ries wurde ein wichtiger Meilenstein dafür gelegt. Um aktuell am Markt wahr und ernst genommen zu werden, so Geopark Geschäftsführer Günther Zwerger, braucht die Region heutzutage eine möglichst clevere, fortschrittlich und selbstverständlich gute Präsenz im Internet. Die Projektleiterin Heike Burkhardt bestätigt: „Für die interaktive Karte und das Layout der Geopark Ries Website erhalten wir erstaunlich häufig positive Rückmeldungen und die hohen Zugriffszahlen belegen die Attraktivität für unsere Kunden“.

Das Online-Informationsportal des Geoparks Ries steht in voller Blüte: Die umfangreiche, überaus attraktive Internet-Plattform überzeugt durch zahlreiche Bausteine und überrascht selbst Kenner der Region mit einem kompakten Überblick über die erd- und kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten im Geopark Ries. Ob man nun Heimatstudie am PC betreiben, sich Appetit und Anregung für den nächsten Erlebnisausflug holen oder mal eben reinschnuppern möchte: Hat man die Geopark-Website erst einmal für sich entdeckt, entpuppt sie sich als wahres Informations-Mekka über die Rieskatastrophe und ihren weit reichenden Einfluss auf die Topografie des Rieses, die menschliche Besiedlung der Region sowie die hiesige Kultur und Geschichte.

Die Interaktive Kartendarstellung: Ein virtueller Lotse bei spannenden Tourenplanungen

Das Herzstück des Internet-Auftritts ist zweifelsohne die Interaktive Karte. Eine einfache Menüsteuerung gibt Website-Besuchern erste Orientierung: Die Geopark-Highlights lassen nach Themenbereichen zusammen gefasst anwählen. Per Mausklick erscheinen Geotope, Infozentren, Burgen, Schlössern, Museen und Infozentren als Punkte auf dem Bildschirm, Wander- und Radwege dagegen als Linie – optisch abgegrenzt durch unterschiedliche Farben und Symbole. Besucher der Geopark-Website können kinderleicht erd- und kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeiten auf unterschiedlichen Kartengrundlagen ein- und ausblenden. Eignet sich die topografische Karte grundsätzlich für eine genaue Darstellung der interessanten Orte, so zeigt die geologische Karte die anstehenden Gesteine im Untergrund auf, die Übersichtskarte markiert darüber hinaus die Gebietsgrenzen der Geopark-Gemeinden.

Alle Sehenswürdigkeiten, die der Geopark Ries beherbergt, können mithilfe der Kartenansicht übersichtlich, kompakt und lagegenau dargestellt werden. Um die genaue Position interessanter Stätten zu erkennen, müssen sich Website-Besucher lediglich in das Kartenbild hineinzoomen. So lassen sich beispielsweise die rund 150 geologischen Besonderheiten vorab auf dem PC erkunden, darunter eindrucksvolle Karsthöhlen und Aufschlüsse typischer Ries-Gesteine wie etwa dem Suevit, versteckte Quellursprünge oder markante Erhebungen des Inneren Kraterrings und Äußeren Kraterrands. Detailinformationen erscheinen bei einem Mausklick auf die entsprechenden Kartensymbole in einem separaten Infofenster und runden die virtuelle Geländeschau ab: Nähere Beschreibungen informieren knapp über das angewählte Objekt, Anfahrtsbeschreibungen lotsen Ausflügler direkt zum Ort Ihrer Wahl, Öffnungszeiten, etwa die der Schlösser und Museen, stecken den zeitlichen Rahmen für Ausflüge und Exkursionen ab.

Als komfortables Web-Geoinformationssystem ist die Interaktive Karte bestens dazu geeignet, ausgedehnte Touren oder spontane Entdeckungsreisen in Europas besterhaltenem Krater zu unterstützen: Die Frage etwa, welche Wander- und Radwege an den Orten vorbeiführen, die es zu erkunden gilt, lässt sich recht schnell durch die Anzeige des ausgedehnten Wegenetzes beantworten. Im Umkehrschluss können beispielsweise historische Stätten, die häufig unentdeckt – wie Perlen aufgereiht – in der Nähe eines gewählten Freizeitwegs liegen, online ausgekundschaftet und letztlich „in natura“ besser aufgefunden werden. Die einzelnen Touren stehen auch in praktischen Austauschformaten zum Download im jeweiligen Infofenster des Weges bereit. Sie sollten für die meisten Geräte geladen werden können. Eine Tourenplanung kann so bereits zu Hause vor dem Bildschirm stattfinden – und auch richtig Spaß machen.

Zahlreiche Features, umfangreiche Downloads – stets auf dem neuesten Stand

Die Liste der Service-Funktionen, die auf der Homepage des Geopark Ries zu finden sind, ist lang: Durch die Anbindung an den virtuellen Online-Globus „Google Earth“ in jedem Infofenster der Kartendarstellung „fliegen“ Geopark-Besucher punktgenau zum gesuchten Ort – via Luft- und Satellitenbilder erscheint der Krater so aus ungeahnter Perspektive. Eine allgemeine Suchfunktion stöbert geheime Orte auf, lediglich durch das Eintippen des Begriffs in ein Suchfeld – Wer also immer schon einmal wissen wollte, wo sich eigentlich das „Hüllenloch“ oder die „Steinerne Rinne“ genau befindet, dem hilft das Geopark-Internetportal hier weiter. Unter „Infomaterial“ findet sich eine Fülle spannender Broschüren, die dann kostenfrei aus dem Netz herunter geladen oder bestellt werden können. So haben Naherholungssuchende bereits den viel beachteten und aufwändig gestalteten Flyer des „Schäferwegs“ oder des „Schwedenwegs“ im Gepäck, bevor sie zu ihrer Tour aufbrechen. Diese Funktionen und vieles mehr zeichnet den Internet-Auftritt des Geoparks Ries als besonders nutzerfreundlich aus. Aktuelle Hinweise, Veranstaltungstipps oder Neuerungen, die im Zeichen des Geoparks stehen – etwa die erst kürzlich veröffentlichte Geopark Ries Touren Führungsbroschüre – gelangen so einfach und direkt in die Hände der Geopark-Interessierten. Die Website richtet sich gleichzeitig an unterschiedlichste Nutzer, vom Einheimischen und Touristen bis hin zu Pädagogen, Pressevertreter, Reiseveranstalter, Touristikfachleuten und Wissenschaftler. Damit rückt der Geopark Ries seinem Auftrag, die Sehenswürdigkeiten der Region „erlebbar“ zu machen, ein gewaltiges Stück näher und nimmt selbstbewusst seinen Platz im digitalen Zeitalter ein.

Englischsprachige Version verspricht weltweite Aufmerksamkeit

Mit der englischsprachigen Erweiterung der Internetseite bricht für den Geopark Ries eine neue Ära an: Wissenschaftlern, Geo-Touristen und Urlaubern aus aller Welt bietet sich dadurch ein erstes „Kennenlernen“ der Region, und dies bequem von zu Hause aus. Ins Englische übersetzt wurden jüngst Kurzfassungen der Geopark-Themenpalette, vom Einschlagsereignis samt seiner Verknüpfungen zur regionalen Besiedlungsgeschichte, hiesigen Kultur, Architektur, Wirtschaft – sowie zur weltweit angesehenen Kraterforschung. Die Zweisprachigkeit trägt der internationalen Bekanntheit des „Ries-Impacts“ Rechnung. Darüber hinaus bekennt sich der Geopark Ries einmal mehr zu seinen heimlichen „Gründervätern“, den beiden amerikanischen Forschern Edward Chao und Eugene Shoemaker, die in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Rätsel um die Entstehung des Rieskraters lösten. Der Geopark Ries präsentiert nun jenes Wissen um die Geburtsstunde des „schwäbischen Meteroritenkraters“ einer breiten internationalen Online-Öffentlichkeit. Ein Service, mit dem sich der Nationale Geopark Ries durchaus vom Gros der derzeit dreizehn zertifizierten deutschen Geoparke abhebt – und im „globalen Dorf“ der internationalen Geoparke Aufmerksamkeit erlangen dürfte.

Geschäftsstelle Geopark Ries

Donauwörth, 30.03.2010



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