Eingang zur Großen Ofnethöhle, Tiefe ca. 17 m (Erste Nutzung ca. 40.000 v. Chr.)
Das Ries gilt als eine Schatzkammer der Vor- und Frühgeschichte und weist eine beeindruckende Siedlungskontinuität auf: Von der Altsteinzeit über die Römer- und Alamannenzeit bis hin zur Landesentwicklung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Adel, Städte, Klöster und Kirchen schufen eine facettenreiche kulturelle Vielfalt. Die ingen- und heim-Orte verweisen auf die alamannische und fränkische Besiedlungs-geschichte des Rieses.
Die Siedlungsgeschichte des in das Ries reichenden Teiles des Ostalbkreises ist eng mit der Geschichte des Nördlinger Rieses verbunden.
Frühkeltischer Fürstensitz auf dem Ipf
Röm. Flötenspieler aus Holheim
Der neun Zentimeter lange Faustkeil vom Fuße des Rollenbergs bei Großsorheim gilt als eines der ältesten Artefakte des Rieses
Ausgrabung keltischer Siedlungsreste am Ipf
In der keltischen Hallstattzeit entstand auf dem Ipf, einem Zeugenberg der Schwäbischen Alb, ein bedeutender Fürstensitz als Zentrum einer ganzen Kulturprovinz, dessen Bedeutung sicher weit in die Riesebene hineinreichte. Der Berg gehört als Fürstensitz in den exklusiven Kreis von etwa 20 solcher bedeutender Anlagen in Mitteleuropa.
Die flache Ebene des fruchtbaren Rieskessels und die günstige Lage im Schnittpunkt kultureller Kräftefelder waren die Voraussetzungen für eine frühe Siedlungstätigkeit seit der Mittleren Altsteinzeit und für die Entwicklung eines in sich abgeschlossenen Kulturraumes.
Villa rustica (römischer Gutshof) bei Holheim, 2./3. Jh. n. Chr
Schädelrekonstruktion im Stadtmuseum Nördlingen
Blick auf das Ries aus ca. 3.000 m Höhe (Ausschnitt)
Mit guter Begründung kann man das Ries und sein Umland als ein Land der Burgen und Schlösser bezeichnen: Burgställe, Burgruinen und die heute noch erhaltenen Burgen und Schlösser bezeugen einen enormen Reichtum an ehemaligen Herrensitzen, wie er nur selten anzutreffen ist. Hervorzuheben sind die Harburg , eine der größten, ältesten und besterhaltenen Burgen Süddeutschlands, Schloss Baldern , Burgruine Niederhaus aber auch das einstige Residenzschloss Oettingen mit seinen wertvollen Stuckarbeiten und dem weithin bekannten Festsaal.
Der Geopark Ries beherbergt in großer Zahl vor- und frühgeschichtliche Bodendenkmale. Die steinzeitlichen Höhlen etwa zeugen von einer lebhaften Vergangenheit des Riesbeckens - ebenso die keltischen Fürstensitze, Wallanlagen und Brandopferstätten der Metallzeit. Zudem finden sich zahlreiche Überreste römischer und alamannischer Stätten im Geopark Ries. Sämtliche Orte werden in der Kartendarstellung als Punkte aufgeführt, beim Hineinzoomen erkennen Sie die genaue Lage der archäologischen Stätten. Sobald Sie die Symbole anklicken, öffnet sich ein Infofenster mit näheren Informationen und einer Anfahrtsbeschreibung.
Die Liste ermöglicht Ihnen die textliche Übersicht über alle erfassten Stätten.
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