

Schnitt durch das Kraterseeufer (G. Arp, Universität Göttingen)



Modell Rieskrater, 3,7-fach überhöht (Rieskrater-Museum Nördlingen)
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Der Innere Kraterring stellt die Reste des ursprünglichen Kraterrandes dar. Die Rutschmassen liegen als riesige Blöcke (Megablöcke) zwischen dem Inneren Kraterring (Kristalliner Wall) und dem Äußeren Kraterrand. Der Einschlag löscht alles Leben im Umkreis von mehr als 100 km aus und verändert die Landschaft nachhaltig. Nach dem Einschlag bildet sich im abflusslosen Kraterbecken schrittweise ein nährstoffreicher Salzsee, aus dem sich Ölschiefer und Tone absetzen. An seinem Ufer und an den Untiefen des Kristallinen Walls entstehen dagegen dolomitische Grünalgenriffe, kalkige Absätze von Quellen und fossilreiche Kalksande.
Die Fauna aus kleinen Salzwasserschnecken, Insektenlarven, Salinen- und Muschelkrebsen ist zwar individuenreich aber extrem artenarm, so wie es auch in Salz- und Sodaseen heutiger Trockengebiete der Fall ist. Erst während seiner Verlandung nach 2 Millionen Jahren verändert sich der Ries-See zu einem lebensfreundlichen Gewässer, welches von zahlreichen Kleinsäugern (Fledermäuse, Hasen- und Hamsterartige) und Vögeln (Pelikane, Flamingos, Papageien) besiedelt ist.
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Dolomitisiertes Skelett eines Tausendfüßlers aus den dolomitischen Grünalgenriffen. Ehingen am Ries
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