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In Nationalen Geoparks wird die Bedeutung geologischer und geomorphologischer Prozesse für die Gestalt der Erdoberfläche, die Verteilung natürlicher Ressourcen, aber auch für die Landnutzung sowie die Wirtschafts- und Kulturgeschichte bewusst und „erlebbar“ gemacht.
Entsprechend der UNESCO-Definition für Geoparks enthält ein Nationaler Geopark geologische Sehenswürdigkeiten (Geotope) beliebiger Größe oder ein Ensemble mehrerer Geotope, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind und als repräsentativ für eine Landschaft und deren geologische Entstehungsgeschichte gelten können. Zusätzlich zu den geologischen sollen auch archäologische, ökologische, historische oder kulturelle Sehenswürdigkeiten enthalten sein, die touristisch erschlossen sind oder entsprechend entwickelt werden können. Ein Nationaler Geopark hat klar definierte Grenzen und muss in einer klar definierten Struktur verwaltet werden. Darüber hinaus weist er eine hinreichend große Fläche auf, um auch der Wirtschaftsentwicklung vor Ort dienen zu können. Denn in den Geoparks sollen sich die Ziele des Natur- und Umweltschutzes mit der Förderung regionaler Wirtschaftsentwicklung sozialverträglich verbinden. Nationale Geoparks sollen durch Präsentation, Erhaltung und nachhaltige Nutzung des geologischen Erbes zur Verwirklichung der Ziele der Agenda 21 (UNCED, Rio de Janeiro, 1992) und des World Summit for Sustainable Development (WSSD, Johannesburg 2002) beitragen. Das heißt, dass als Wirtschaftssektor vor allem der Bereich „Tourismus und Freizeitgestaltung“ in der Planung berücksichtigt wird.
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