Vortragsreihe
Im Jubiläumsjahr "20 Jahre Nationaler Geopark Ries"
Lappajärvi and Ries Impact Craters: Two of a kind or something completely different? - Vortragssprache ENGLISCH
Donnerstag, 07.05.2026, 17.30 Uhr - Rathausgewölbe Nördlingen
Stand und Bedeutung der Internationalen Meteoritenkraterforschung

Mittwoch, 03.06.2026, 19.30 Uhr
Inhalt
Einschläge außerirdischer Körper auf der Erde zählen zu den spektakulärsten und energiereichsten geologischen Prozesses, die wir kennen. Die Erkennung von Einschlagskratern auf der Erde ist aufgrund aktiver geologischer Prozesse schwierig und erfordert detaillierte Untersuchungen; dies führte zur Identifizierung von etwa 200 terrestrischen Einschlagskratern. Die Relevanz dieser kosmischen Boten reicht von kleinen Meteoriten bis zu riesigen Asteroiden.
Trotz begrenzter Informationen über frühe Einschläge wissen wir, dass viele von ihnen schwerwiegende Auswirkungen auf die geologische und biologische Entwicklung auf der Erde hatten – von den Frühphasen des Lebens bis hin zum Aussterben der Saurier. Auch aktuelle Bemühungen zur “planetaren Verteidigung” vor der Gefahr zukünftiger Einschläge werden erwähnt.
Die Bedeutung des Rieses für die Weltraumforschung

Donnerstag, 11.06.2026, 19.30 Uhr - Schranne Bopfingen (Marktplatz 1, 73441 Bopfingen)
Inhalt
Der UNESCO Global Geopark Ries lädt anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Nationaler Geopark Ries“ herzlich zum dritten Vortrag einer kostenlosen Vortragsreihe ein. Prof. Harald Hiesinger (Uni Münster) wird in der Bopfinger Schranne Spannendes und meist nicht Bekanntes über die Bedeutung des Rieses für die Weltraumforschung vermitteln.
Prof. Dr. Harald Hiesinger, Professor für Geologische Planetologie an der Universität Münster, gilt als ausgewiesener Kenner des Rieskraters und ist regelmäßig in die Vorbereitungen der ESA-Mondmissionen sowie der Astronautentrainings im Rieskrater eingebunden. In seinem Vortrag nimmt er seine Zuhörer mit auf eine spannende Reise, die vom Rieskrater ins Weltall führt. Er verknüpft dabei lokale Geologie mit internationaler Weltraumforschung.
Zwei spannende Vorträge bieten Einblicke in die Archäologie des Rieskraters

ONLINE-Vortrag am Donnerstag, 25.06.2026, 18.30 Uhr
Teil 1: Der Ipf ist nicht alleine – Höhensiedlungen der Bronzezeit im Ries von Dr. David Knoll
Ipf und Goldberg gehören zu den bekanntesten archäologischen Denkmälern im Ries. Auf beiden Höhen fanden bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert Ausgrabungen statt, die maßgeblichen Einfluss auf die wissenschaftliche und öffentliche Wahrnehmung der Archäologie im Ries nahmen. Weniger bekannt, deswegen aber in prähistorischer Zeit nicht minderbedeutend, sind weitere befestigte Höhensiedlungen, die sich vor allem entlang des südlichen Riesrands konzentrieren. Der Vortrag soll einen Überblick über das bronzezeitliche Siedlungsgefüge im Ries geben und dabei vergleichend auf Größe, Lage und mögliche Funktion der verschiedenen Höhensiedlungen eingehen.
Teil 2: Der Goldberg und sein eisenzeitliches Umfeld – Archäologie am westlichen Riesrand von Dr. Felicitas Schmitt
Der Goldberg bei Goldburghausen (Gem. Riesbürg, Ostalbkreis) ist sowohl aus forschungsgeschichtlicher als auch siedlungsarchäologischer Sicht ein bedeutendes Denkmal der Ur- und Frühgeschichte Süddeutschlands. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte Gerhard Bersu hier eine Grabungsmethodik, die lange Zeit Vorbild für Siedlungsgrabungen bleiben sollte. Nahezu das gesamte Plateau wurde ergraben und gab Siedlungshorizonte neolithischer Kulturen des 5. bis 3. Jahrtausends sowie eisenzeitliche Phasen des 7. bis 5. Jahrhunderts v. Chr. frei.
Im Fokus des Vortrags werden die jüngeren Phasen IV und V der Goldbergbesiedlung und v. a. die zeitgleiche Fundlandschaft seines Umlands stehen. Gerade in den letzten 20 Jahren haben große Bauprojekte Grabungen notwendig gemacht, die gleichzeitig ermöglichten neue Einblicke in die Vergangenheit zu bekommen. Das führt auch zu einer Verdichtung des eisenzeitlichen Landschaftsbilds.
Link zur Online-Veranstaltung siehe unten!
Besprechungs-ID: 323 231 602 068 942
Passcode: SX6rL7nC
Führung aktive Abbaustellen Donau-Ries
Donauwörth – Südliche Grenze des UNESCO Global Geoparks Ries

Vor rund 14,8 Millionen Jahren veränderte ein gewaltiger Asteroideneinschlag die Landschaft des heutigen Süddeutschlands nachhaltig. Der Rieskrater zählt heute zu den bedeutendsten und am besten erforschten Einschlagkratern der Erde und bildet die geologische Grundlage für den UNESCO Global Geopark Ries. Doch die Spuren dieses außergewöhnlichen Naturereignisses reichen weit über den eigentlichen Kraterrand – bis nach Donauwörth und sogar darüber hinaus.
In seinem Vortrag beleuchtet der Geowissenschaftler Fabian Weiß die besondere geologische Stellung Donauwörths als südliche Grenze des Geoparks. Sie erfahren, wie der Rieskrater entstand, welche einzigartigen Gesteine durch die gewaltigen Kräfte des Impakts gebildet wurden und warum die Stadt Donauwörth Teil des Geoparks ist. Vom Einschlag sind bis heute noch viele geologischen Zeugnisse erhalten. Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Stadtgebiet wird deutlich, wo sich die Folgen des kosmischen Ereignisses noch heute beobachten lassen. Markante Felsbildungen und historische Bauwerke aus typischen Ries-Gesteinen erzählen eine faszinierende Geschichte, die Millionen von Jahren zurückreicht und zugleich eng mit der Entwicklung der Region verbunden ist.
Darüber hinaus stellt der Vortrag die Arbeit des UNESCO Global Geopark Ries vor. Als Modellregion für nachhaltige Entwicklung verbindet der Geopark den Schutz und die Vermittlung geologischer Besonderheiten mit Bildungsangeboten, regionaler Identität und naturverträglichem Tourismus. Der Vortrag lädt dazu ein, die Landschaft mit neuen Augen zu betrachten und die außergewöhnliche geologische Geschichte Donauwörths und des Rieskraters zu entdecken.
Geobiologie
ONLINE-Vortrag