Geologische Besonderheiten: Steinerne Monumente lehren Erdgeschichte

Tiefe Höhlen, markante Felsen oder versteckte Quellen, aber auch beeindruckende Aufschlüsse und zahlreiche Steinbrüche bilden die geologischen Besonderheiten im Geopark Ries. Als „Geotope“, sprich „Erd-Orte“, erzählen diese naturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten die Geschichte der Entstehung der hiesigen Geländeformen, so wie wir sie heute vorfinden. Eine vielzahl dieser wertvollen Naturschöpfungen finden sich im Geopark Ries. Ca. 70 wurden alleine auf bayerischer Seite vom Landesamt für Umwelt kartiert. Darunter zählen 5 Geotope sogar zu den 100 schönsten in Bayern: Die Ries-See-Kalke Hainsfarth zum Beispiel, künden von einer Zeit, als sich der Rieskrater in einen Kratersee verwandelte – Am einstigen Ufferrand blieben die Ablagerungen des Ries-Sees zurück: Sedimente fossilführender Kalksteine. Zahlreiche geologische Besonderheiten, die der Geopark Ries heute präsentiert, entstanden durch das kosmische Ereignis, dem Einschlag eines Asteroiden vor etwa 14,5 Mio. Jahren. Aber auch der Zahn der Zeit, der das Kalkgestein des Kraterrandes zernagte, ließ etliche Karstformen wie Höhlen oder Dolinen zurück. Die bloße Menschenhand schuf ebenfalls unzählige Geotope. Neben stillgelegten, wild-romantisch anmutenden und zugleich geologisch höchst interessanten Steinbrüchen, zählen historische baugeologische Unternehmen, etwa der Bau der „Fossa Carolina“ - des einstigen Karlsgrabens bei Treuchtlingen - zu den geologischen Highlights von besonderer Güte: Dieser Wassergraben sollte bereits ab dem Jahr 793 die Flüsse Main und Donau verbinden – eine visionäre Pionierarbeit Karls des Großen! All diese „Steinernen Zeugen der Erdgeschichte“ bilden als Geotope attraktive Ausflugsziele.

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